Kann denn Joggen Training sein?

Sie traben und trotten, laufen und joggen – aber trainieren sie auch? Tausende von Feierabend-Sportler glauben an die Fitnesswirkung von „Schuhe an und los!“ Dabei haben sie meist noch nie richtig trainiert. Denn um die Effekte zum Beispiel eines 20-minütigen High-Intensity-Intervall-Trainings im Studio zu erreichen, müssten Jogger weit über eine Stunde lang durch Parks und Straßen rennen.

Und dann hätten sie auch nur einen Teil des Körpers wirklich gefordert.

Um mehr zu erreichen in weniger Zeit, hilft ein Krafttrainingsprogramm nach dem HIIT-Prinzip.

Wie HIIT funktioniert

HIIT-Training ist ein Wechsel von kurzen und hochintensiven Intervalle von Belastungs- und Erholungsphasen.

Das Hauptprinzip des HIIT-Trainings besteht darin, den Körper in der kurzen Belastungsphase bis an seine Leistungsgrenze zu bringen.

Das ständige Wechselspiel aus Belastungsspitzen und kurzen Erholungsphasen macht Ausdauertraining um einiges effektiver und kürzer.

Innerhalb von 15 bis 20 Minuten werden Intervalle von vier bis zwölf hochintensiven Phasen absolviert.

Die Intensität der Intervalle kann je nach eigener Trainingsleistung individuell angepasst werden.

Nach diesem Prinzip können Ausdauer- und Kraft innerhalb der gleichen Einheit trainiert werden.

HITT-Training ist also hervorragend für Freizeit- und Breitensportler mit geringem Zeitbudget geeignet.

Vorteile des High Intensity Intervall Trainings

  • Zeitersparnis. Die Gesamtdauer beim HIIT liegt in der Regel bei 15 bis 20 Minuten. Das hochintensive Intervalltraining kann zwei bis dreimal in der Woche durchgeführt werden. Wenn man eine HIIT-Einheit mit einem 30- bis 60-minütigen Ausdauertraining mit gleichmäßiger Intensität vergleicht, verbessert ein hochintensives Intervalltraining die Ausdauerleistung drei- bis vier Mal schneller.
  • Speed. Die Wechsel zwischen intensiven Belastungs- und aktiven Erholungsphasen bringen den Körper an seine Grenzen. Er braucht überdurchschnittlich viel Sauerstoff, der den Stoffwechsel zusätzlich ankurbelt.

Die maximale Fähigkeit zur Sauerstoffaufnahme wird gesteigert, was zu einer verbesserten Verarbeitung von Sauerstoff unter Belastung führt.

  • Nachbrenneffekt. Während eines HIIT-Workouts muss der Körper den Stoffwechsel und Sauerstoffbedarf mehrfach nach oben fahren. Besonders die Aktivierung des Stoffwechsels hält auch noch viele Stunden nach dem Training an.

So verbrennt der Organismus auch im Ruhezustand noch lange Körperfett.

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Erstellt von Jan Schulze-Siebert
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